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Aufbau und Zweck der Abgasanlage

Früher, als Privatkraftfahrzeuge anfingen das Stadtbild zu prägen, waren die Autos mit einem einfachen Auspuff ausgestattet. Das Frischgas, das im Zylinder verbrannt wurde, wurde ganz einfach aus einem Auspuffrohr nach außen geleitet. Mit der Folge, dass ein fast unerträglicher Lärm herrschte, es nach verbranntem Benzin gestunken hat und die Luft voll war von schädlichen Abgasen. Zudem herrschte in den Verbrennungsmotoren eine extreme Hitze, wodurch die Lebensdauer eines solchen Autos nicht allzu hoch war. Aus diesen Gegebenheiten heraus wurden komplexere Abgasanlagen entwickelt. Heutzutage besitzen Fahrzeuge individuelle Abgasanlagen, die an die Leistung des jeweiligen Motors und die Karosserie angepasst ist. Eine solche Auspuffanlage erfüllt genau die Aufgaben, mit denen die damaligen PKW zu kämpfen hatten.

Diese Aufgaben sind:

  • Lärmreduktion
  • Reduktion schädlicher Abgase
  • Bessere Leitung des verbrannten Gases, um den Motor und die Auspuffanlage zu schützen

Eine Abgasanlage ist teils extremen Bedingungen ausgesetzt. Das verbrannte Frischgas aus den Zylindern, das in die Abgasanlage geleitet wird, ist bis zu 2.400 °C heiß. Um einer Ausdehnung durch Hitze und starken Schwingungen durch Schall entgegenzuwirken, besitzen moderne Anlagen Schwingungstilger und Entkoppelungs-Elemente. Haben sie diese nicht, kann es im schlimmsten Fall zu Brüchen im System führen.

Wie genau funktioniert die Abgasanlage?

Zu einer Abgasanlage gehören verschiedene Auspuffteile:

  • Abgaskrümmer
  • Reinigungssystem aus Katalysatoren bzw. Partikelfilter (Vor- und Mittelschalldämpfer)
  • Verbindungsrohre
  • Endschalldämpfer
  • Endrohr

Die Abgasanlage ist über den Abgaskrümmer dicht mit dem Motorblock verschraubt. Dort werden die heißen Motorgase aus den Zylindern gesammelt und in das Zentralrohr weitergeleitet. Entweder besteht dieses System aus einem Rohr oder zwei voneinander getrennten Rohren, die am Ende wieder zusammenlaufen.

Von dort aus gelangen sie in den Katalysator (bei Benzinern) bzw. in den Partikelfilter (bei Diesel). Die Katalysatoren bzw. Partikelfilter machen das Reinigungssystem der Abgasanlage aus. Früher nannte man diese Vorschalldämpfer bzw. Mittelschalldämpfer. Die Funktionen sind aber nach wie vor ähnlich. Bereits hier wird der von dem Zylinder ausgehende Schall reduziert und Abgase aus dem Luft-Gas-Gemisch gefiltert.

Je nachdem wie die Abgasanlage aufgeteilt ist, gelangen die Abgase über ein oder zwei Verbindungsrohre in den Hauptschalldämpfer bzw. Endschalldämpfer. Hier werden die Auspuffgeräusche noch einmal um bis zu 50 Dezibel reduziert. Hinter dem Endschalldämpfer sitzt das Endrohr, aus dem schließlich die Abgase nach außen getragen werden.

Wie funktioniert ein Schalldämpfer?

In den meisten Abgasanlagen sind sowohl Reflexions- als auch Absorptionsschalldämpfer verbaut. In den beiden werden die Schallwellen des Motors gemindert.

  • Reflexionsschalldämpfer
    Dieser besteht aus mehreren Kammern. Der Schall geht durch diese hindurch und wird durch die einzelnen Wände der Kammern wieder aufgehoben.
  • Absorptionsschalldämpfer
    Besteht aus einer Kammer. Diese ist mit porösem Material gefüllt, wie Glaswolle oder -fasern. Durch die Struktur dieses Materials wird der Schall dort aufgenommen und kann so nicht mit nach außen dringen. So wird die Lautstärke gemindert

Das System einer Abgasanlage ist komplex, aber unersetzlich. Autos ohne Abgasfilter sind auf deutschen Straßen, im Sinne der Umweltverschmutzung, undenkbar.

Achten Sie auf eine korrekte Auspuffanlage

Zudem stellt ein zu lauter Auspuff mittlerweile eine Ordnungswidrigkeit dar. Die EU hat sich 2013 darauf geeinigt, die Höchstwerte für den Lärmausstoß schrittweise anzupassen. Bis 2028 dürfen nur noch Neufahrzeuge zugelassen werden, die einen Lärmausstoß von 68 Dezibel nicht überschreiten.

Für ältere oder bereits zugelassene Fahrzeuge gilt in Deutschland der Höchstwert von 74 Dezibel. Auch was die Beschaffenheit der Abgasanlage, wie das Fehlen von Auspuffteile angeht, könnten Sie zur Kasse gebeten werden. Ein Bußgeld kann in dem Bereich von 10 bis 60 Euro reichen. Eine gut funktionierende Abgasanlage schont also Nerven, Umwelt und auch den Geldbeutel.

Die folgenden Videos sind zur Veranschaulichung aus Youtube ausgewählte Beispiele. Die Inhalte wurden nicht von partamo (lucentrade GmbH) erstellt.